Holunder – Sambucus nigra – grippale Infekte, Erkältungskrankheiten

Einleitung

Ein wunderbarer Strauch mit vielen Eigenschaften. Man kann eigentlich alle Teile des Holunders nutzen.

Für Erkältungen ist er wegen seiner schweißtreibenden und fiebersenkenden Kraft schon seit der Antike beliebt.

Eigenschaften

  • schweißtreibend – beeinflußt die Wärmeregulation im Gehirn
  • entzündungshemmend – erhöht die Widerstandskraft
  • verbessert die Bronchialsekretion

Einsatz

  • grippalen Infekten
  • chronischen Atemwegserkrankungen
  • Fieber
  • Raucherhusten

Anwendung

Giftigkeit und Wechselwirkungen:

Warnhinweise

Blätter, Rinde, Wurzeln und auch die Beeren des Holunders enthalten das giftige Glykosid Sambunigrin. Alle Bestandteile des Holunders vor dem Verzehr abkochen, (mind. 20 Min. über 80 Grad) dadurch zerfällt das Gift. Dies gilt insbesondere für den Saft.

Teezubereitung:

2 TL Holunderblüten mit 150 ml Wasser überbühen und 7 Min. ziehen lassen. Mehrmals täglich 1-2 Tassen trinken, Nachmittags verstärkt.

Als Saft:

Holudenbeeren frisch gepresst (abkochen!) als heißer Fiebersaft 2 x 100 ml am Morgen und am späten Nachmittag heiß trinken.

Zum Inhalieren:

10 TL getrockneter Holunderblüten mit ca. einem Liter kochendem Wasser übergießen. Anschließen 5 Min. abgedeckt ziehen lassen, und dann die aufsteigenden Dämpfe mit einem Handtuch über dem Kopf einatmen. (mindestens 10 Minuten)

Bei Bedarf über 3 – 4 Tage bis zu 4 x täglich wiederholen.

Die hier aufgeführten Eigenschaften stellen keine Aufforderung dar, diese Pflanzen selbstständig einzunehmen, bitte frag erst immer einen fachkundigen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker vor der Einnahme.
Wenn eine Pflanze eine Wirkung hat, dann hat sie eben auch mögliche Nebenwirkungen, die du ohne Fachwissen nicht einschätzen kannst. Dies insbesondere, wenn du noch Medikamente einnimmst. Es werden hier auch keine Aussichten oder Versprechungen auf Heilung gestellt.